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Holocaust-Mahnmal Berlin

Künstlerischer Wettbewerb - 12. Rang

 

Aus der Beurteilung des Preisgerichts:

 

„Das Denkmal ist ein Ausschnitt einer auf ihre Grundformen reduzierten Stadt. Elf 4 m hohe, geschlossene, unzugängliche Blöcke sind gleich gerichtet, ca. 20 m voneinander entfernt, über das Gelände verteilt. An einem der Blöcke lehnt sich ein 3 m hohes, sich im Material von den Blöcken absetzendes „Zimmer für Martha Liebermann“ an.

 

Die entleerten Hausgebilde bezeichnen die in vielen  anderen Entwürfen angestrebte Leere besonders überzeugend. „Verwirklichung von gelebter-belebter Urbanität“. Der Umgang mit der Fläche geschieht souverän. Durch die Benennung des Hauses Martha Liebermann wird Verflechtung von Anonymität und Individualität möglich. Bedenklich bleibt das Zitieren des Namens und damit des Schicksals von Frau Martha Liebermann, wenngleich der Akt der Selbsttötung in Berlin - vor der Deportation nach Theresienstadt, weiter nach Auschwitz, dort Vergasung - einen weitergreifenden Zusammenhang empfindbar machen könne.“

 

Planung: 1995

Leistungsphasen: Kunstwettbewerb

Auftraggeber: Land Berlin