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Gedenkstätte für den deportierten Nachbarn Wien

 

In den Jahren 1939 bis 1942 wurden vom ehemaligen Aspangbahnhof zehntausende österreichische Juden in Vernichtungslager transportiert. Der Aspangbahnhof existiert nicht mehr.

 

Außenraum / Stadtplatz: Der Entwurf für die „Gedenkstätte für den deportierten Nachbarn“ sieht eine Neuordnung des jetzigen Platzes der Deportation vor. Der neue Stadtplatz, dessen Gestaltung hier nur angedeutet wird, ist als Eingang des Quartierparks gedacht. Von hier aus ist die Gedenkstätte zugänglich.

Die Gedenkstätte steht auf der Westseite dieses Stadtplatzes. Sie wird von einer 3 Meter hohen Wand aus gebogenen Stahlplatten umgrenzt. Vom Platz aus sieht man eine, mit weißen Trichterwinden berankte Wand.

 

Innenraum / Gedenkstätte: Der Besucher betritt die Gedenkstätte durch eine Öffnung am Ende des Korridors. Eine über die Längsseite verlaufende Bahnsteigkante trennt den Raum in zwei Bereiche. Der von der Öffnung zur Bahnsteigkante führende Bereich ist mit hellroten Doppel-T-Betonsteinen gepflastert. Die Bahnsteigkante besteht aus U-Steinen und weißen Betonkantsteinen. Davor befindet sich ein Warnstreifen aus hellen Gehwegplatten. Die unzugängliche, 1 Meter tiefer liegende Fläche ist mit Schotter bedeckt. Insgesamt entspricht die Beschaffenheit der Materialien dem eines heutigen S-Bahn- oder Regionalbahnhofs.

 

Planung: 2006

Leistungsphasen: Ideenwettbewerb

Auftraggeber: Stadt Wien