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Wohnanlage im Quartier Feldmark

Bochum-Ostpark

Mehrfachbeauftragung

 

Im Quartier Feldmark im Bochumer Ostpark soll auf dem sogenannten „Trapezblock“, einem mehr als 7.000 m2 großen Grundstück, eine Wohnanlage mit etwa 100 Wohneinheiten und ergänzenden nachbarschaftsorientierten Nutzungen entwickelt werden. Bindend für die Realisierung ist der städtebauliche Entwurf der Stadt Bochum.

Im Hauptgebäude des Blocks, ein u-förmiger Baukörper, der den Abschluss des Quartiers zur Straße Feldmark bildet, sollen die öffentlich geförderten Mietwohnungen, in den übrigen Gebäuden frei finanzierte Mietwohnungen und Eigentumswohnungen untergebracht werden. Jedes Gebäude erhält eine eigene Tiefgarage.

 

Leitidee: "harte Schale vs. weicher Kern"

 

Dieses Gegensatzpaar definiert sowohl die städtebauliche Leitidee als auch das Architekturkonzept des Hauptgebäudes. Die Straßenseite des Gebäudeblocks mit den durch die Baulinien gesetzten klaren Raumkanten steht im Kontrast zur Innenhofseite mit den aufgelockerten, durch Vor- und Rücksprünge geprägten Fassaden.

Die Straße als anonymerer Verkehrsraum bildet den Gegensatz zu dem gemeinschaftlichen Hof als bunter vielfältiger Lebensraum.

 

Die Straßenfassade des Hauptgebäudes wird durch den, mit farbigen Wandflächen abgesetzten Laubengang und die Eingangshöfe im Erdgeschoss zusätzlich akzentuiert. Gleichzeitig wird der Gebäudekopf an der Straßenecke Feldmark/Promenade noch deutlicher herausgestellt und bildet so den sichtbaren Eingang zu der Hauptpromenade, die das gesamte Quartier durchwegt. Die Gebäudekante zur Straße ist klar gefasst und, bis auf den Bereich des Laubengangs, eher geschlossen, auch da die Längsfassade nach Norden ausgerichtet ist. Im Gegensatz dazu schiebt sich die Hoffassade wie ein modulares Regal in den Gebäudekörper hinein und öffnet sich vollkommen zur Südseite und zum Innenhof. Die Zwischenräume dieses Regalgerüsts sind gefüllt mit dem Lebensraum der Bewohner: große Glasfassaden, Balkone, Markisen und Sonnenschirme.

 

Die rollstuhlgerechten Wohnungen im Erdgeschoss werden über die Eingangshöfe, die als Pufferzone zur Straße dienen, separat erschlossen. Der offene Laubengang in den Obergeschossen dient der Erschließung der kleinen 1-Zimmer-Wohneinheiten und diesen gleichzeitig als gemeinschaftlicher Begegnungs- und Aufenthaltsraum.

Planung: 2018

In Arbeitsgemeinschaft mit Ute Piroeth Architektur

Leistungsphasen: Mehrfachbeauftragung

Auftraggeber: VBW BAUEN UND WOHNEN GmbH Bochum

Größe: 7.200 qm BGF