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Haus des Gastes

Neubau eines Informations- und Veranstaltungsorts auf der Nordseeinsel Amrum

Das neue ‚Haus des Gastes‘ positioniert sich an gleicher Stelle wie das Bestandsgebäude und steht somit auch weiterhin als ‚Haus im Park‘ zwischen Gemeinde, Kirche und Watt. Um der Maßstäblichkeit des Ortes gerecht zu werden und sich mit dem Neubau innerhalb der kleinteiligen Struktur harmonisch einzufügen, wird das Volumen scheinbar in drei Baukörper aufgelöst. Gemeinsam ergeben die drei Gebäudeteile eine gestaffelte Einheit, welche die unterschiedlichen Nutzungen des Gebäudes nach außen erkennbar werden lässt. Das Herunterbrechen des Baukörpers in einzelne Volumen ermöglicht es, den verschiedenen Nutzungen jeweils die bestmögliche räumliche Qualität zukommen zu lassen. 

 

Durch die prominente Lage in erster Reihe zum Wattenmeer liegt ein besonderes Augenmerk auf der Fernwirkung der Ostfassade. Das Zusammenspiel des flachen, eingeschossigen und des dreigeschossigen Gebäudeteiles mit Satteldach, ordnet es sich der Kirche als Hochpunkt unter, vermittelt aber einen einladenden, leuchtturmartigen Ausdruck.

     

Das ‚Haus des Gastes‘ wird fußläufig weiterhin von Süden erschlossen, ein weiterer Zugang von Norden verbindet das Haus mit Parkplatz und Watt-Radweg. Beide Zugänge liegen in der zentralen Service- und Verteilerachse, welche das Gebäude klar strukturiert und den verschiedenen Nutzungen ein Foyer bietet. 

 

Die fünf öffentlichen Hauptfunktionen verorten sich nach räumlichen und qualitativen Abhängigkeiten innerhalb der Volumen. Der eigenständige Veranstaltungsraum bildet den Auftakt. Er orientiert sich sowohl zum Festplatz, als auch zum Park.

Der Raum für die Kinderbetreuung ist als selbständige Einheit mit zwei Zugängen konzipiert, so dass er in unmittelbarer Verbindung zu Spiel- und Festplatz steht.

Im Gegensatz hierzu liegt der Leseraum an der ruhigeren Nordfassade und öffnet sich verhaltener Richtung Meer und Park. 

 

Vom Café im Obergeschoss hat man einen weiten und freien Blick auf das Wattenmeer. Es ist das Bindeglied zwischen Unten und Oben, Innen und Außen und vereint Ausblick und Fernwirkung. Das Café kann sowohl vom Foyer, als auch direkt vom Platz über eine Außentreppe erschlossen werden und bietet im Sommer eine großzügige Terrasse mit Ausblick auf Meer, Kirche und Park.

 

 

Planung: 2020

Leistungsphasen: Realisierungswettbewerb

Auftraggeber: Gemeinde Nebel-Amrum

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